1956 |
geboren in Spittal / Drau |
1981 |
Hochschule für angewandte Kunst, Wien (Prof. Carl Unger,
Prof. Adolf Frohner) |
1988 |
Diplom |
1996 |
Sandoz – Preisträger |
seit 1987 zahlreiche Ausstellungen im In- und
Ausland Einzelausstellungen: u.a. Galerie Ariadne, Wien, Galerie
Sigma, Bregenz, Galerie Kampl, München, Galerie Hilger, Wien,
Galerie AD, Ostende, Museum Folkwang, Essen, Galerie Academia,
Salzburg, Museum Moderner Kunst, Passau, Galerie Bäumler,
Regensburg, OMV-Kunstforum Chemie-Agrolinz Melamin,
Linz Ausstellungsbeteiligungen: u.a. Siemens Forum, Wien; Museum
Valencia; Mannheimer Kunstverein; Euro Art, Budpest; Museum Würth,
Künzelsau, D; Museum Montrouge; Palais Harrach, Wien; Galerie "The
Box", Torino; Museum Moderner Kunst, Stiftung Ludwig, WienNikolaus
Moser, der bei so unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten wie
Carl Unger und Adolf Frohner studierte und seit 13 Jahren im
internationalen Ausstellungsgeschehen vertreten ist, ist ein Maler,
der aus dem Vollen schöpft. Sein Verhältnis zur Farbe ist ebenso
vital und sinnlich wie differenziert und auf das Freispielen von
Möglichkeiten bedacht, die Farbe nicht nur als gestalterisches
Mittel, sondern auch vom Künstler freigesetzte und erweckte Materie
beinhalten. Die Nuancen, die der Maler dabei im Sinne von Rhythmen,
Schwingungen und Kontrasten aktiviert, stehen für eine große
Bandbreite von Empfindungen. Assoziativ aufgegriffen, bilden viele
von ihnen Einstiegshilfen für den Betrachter, dem im intelligenten
Ausloten der Werke auch die entscheidende Rolle des Mitakteurs
zukommt.
Nikolaus Moser arbeitet periodisch, zyklisch und macht nach
Abschluß einer Werkgruppe gerne größere Pausen. Er bevorzugt eine
Vorgangsweise, die Inspiration und Tagesverfassung zu nutzen
versteht und dabei unter Beweis stellt, daß seine Art bildnerischer
Umsetzung zwingend das Ausschöpfen künstlerischer Möglichkeiten in
Korrespondenz zueinander herausfordert. Ein Werkblock seiner
Arbeiten mit und auf unterschiedlichen Papieren unterstreicht neben
der Vielschichtigkeit im handwerklichen Prozeß das Prinzip
künstlerischer Überarbeitung und Transparenz. Ein derartiges "Work
in Progress" bewährt sich im einzelnen Beispiel sowie in der
Gesamtheit seiner Arbeiten.
Ein "Hymnus der Farbe" wird in Nikolaus Mosers Ölbildern
angestimmt. Die Begeisterung für klare, reine Farbklänge bricht sich
darin Bahn, aber immer bedrängt, angegriffen und gefährdet durch
hereindrohendes Schwarz, durch Abmischungen mit einem Weiß, durch
"Verunreinigungen" fremdartiger Einsprengsel, welche immer wieder
die Frage nach dem räumlichen Vorne und Hinten, nach der zuerst
aufgetragenen Schicht und dem, was als Konterpart dazugekommen ist,
aufwerfen. In seinen Bildern gibt es nur ein Thema: den klaren
Farbklang.
Vergleicht man die einzelnen Werkgruppen, so nimmt der Künstler
eine Stellung ein, die im grundlegenden Bekenntnis zu den
Möglichkeiten der reinen Malerei und Zeichnung, dem Umgang mit Farbe
und Linie gipfelt. Im Hinblick auf Breite und Modulationsfähigkeit
seiner Ausdrucksskala nimmt der Künstler die Position eines
Einzelgängers ein. Sein vitales, in einem organischen Prozeß des
Werdens herangereiftes Werk ist ein sinnliches Plädoyer für den
Anspruch der Malerei jenseits von Moden.
|
 |