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Nikolaus Moser

Bilder eines Einzelgängers

  GALERIE FIGL
 10. Mai - 10. Juni 2000

Eröffnung: Mittwoch 10. Mai 2000, 19.00 Uhr


1956 geboren in Spittal / Drau
1981 Hochschule für angewandte Kunst, Wien (Prof. Carl Unger, Prof. Adolf Frohner)
1988 Diplom
1996 Sandoz – Preisträger

seit 1987 zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland
Einzelausstellungen: u.a. Galerie Ariadne, Wien, Galerie Sigma, Bregenz, Galerie Kampl, München, Galerie Hilger, Wien, Galerie AD, Ostende, Museum Folkwang, Essen, Galerie Academia, Salzburg, Museum Moderner Kunst, Passau, Galerie Bäumler, Regensburg, OMV-Kunstforum Chemie-Agrolinz Melamin, Linz
Ausstellungsbeteiligungen: u.a. Siemens Forum, Wien; Museum Valencia; Mannheimer Kunstverein; Euro Art, Budpest; Museum Würth, Künzelsau, D; Museum Montrouge; Palais Harrach, Wien; Galerie "The Box", Torino; Museum Moderner Kunst, Stiftung Ludwig, WienNikolaus Moser, der bei so unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten wie Carl Unger und Adolf Frohner studierte und seit 13 Jahren im internationalen Ausstellungsgeschehen vertreten ist, ist ein Maler, der aus dem Vollen schöpft. Sein Verhältnis zur Farbe ist ebenso vital und sinnlich wie differenziert und auf das Freispielen von Möglichkeiten bedacht, die Farbe nicht nur als gestalterisches Mittel, sondern auch vom Künstler freigesetzte und erweckte Materie beinhalten. Die Nuancen, die der Maler dabei im Sinne von Rhythmen, Schwingungen und Kontrasten aktiviert, stehen für eine große Bandbreite von Empfindungen. Assoziativ aufgegriffen, bilden viele von ihnen Einstiegshilfen für den Betrachter, dem im intelligenten Ausloten der Werke auch die entscheidende Rolle des Mitakteurs zukommt.

Nikolaus Moser arbeitet periodisch, zyklisch und macht nach Abschluß einer Werkgruppe gerne größere Pausen. Er bevorzugt eine Vorgangsweise, die Inspiration und Tagesverfassung zu nutzen versteht und dabei unter Beweis stellt, daß seine Art bildnerischer Umsetzung zwingend das Ausschöpfen künstlerischer Möglichkeiten in Korrespondenz zueinander herausfordert. Ein Werkblock seiner Arbeiten mit und auf unterschiedlichen Papieren unterstreicht neben der Vielschichtigkeit im handwerklichen Prozeß das Prinzip künstlerischer Überarbeitung und Transparenz. Ein derartiges "Work in Progress" bewährt sich im einzelnen Beispiel sowie in der Gesamtheit seiner Arbeiten.

Ein "Hymnus der Farbe" wird in Nikolaus Mosers Ölbildern angestimmt. Die Begeisterung für klare, reine Farbklänge bricht sich darin Bahn, aber immer bedrängt, angegriffen und gefährdet durch hereindrohendes Schwarz, durch Abmischungen mit einem Weiß, durch "Verunreinigungen" fremdartiger Einsprengsel, welche immer wieder die Frage nach dem räumlichen Vorne und Hinten, nach der zuerst aufgetragenen Schicht und dem, was als Konterpart dazugekommen ist, aufwerfen. In seinen Bildern gibt es nur ein Thema: den klaren Farbklang.

Vergleicht man die einzelnen Werkgruppen, so nimmt der Künstler eine Stellung ein, die im grundlegenden Bekenntnis zu den Möglichkeiten der reinen Malerei und Zeichnung, dem Umgang mit Farbe und Linie gipfelt. Im Hinblick auf Breite und Modulationsfähigkeit seiner Ausdrucksskala nimmt der Künstler die Position eines Einzelgängers ein. Sein vitales, in einem organischen Prozeß des Werdens herangereiftes Werk ist ein sinnliches Plädoyer für den Anspruch der Malerei jenseits von Moden.