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Rathauskorrespondenz vom 12.5.2006:
Ein "Meister-Werk" in Wien Ottakring
Wien (RK). "Die Konzeption der Nachnutzung ehemaliger
Industrieareale ist ein Schwerpunkt der Stadtentwicklung. Die
Lagen solcher Grundstücke im dicht verbauten Gebiet sind
attraktiv, weil zumeist bereits eine sehr gute Infrastruktur in
unmittelbarer Umgebung vorhanden ist. Das gilt für die
Verkehrsanbindung genauso, wie für Kindergärten, Schulen sowie
Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten. Das ist auch der Grund, warum
solche Wohnprojekte besonders gefragt sind. In Ottakring, wo es
früher viele Fabriken gegeben hat, sind mit den Projekten
Waffelfabrik, Brotfabrik oder der Bebauung der ehemaligen Meinl-
Gründe schon etliche Wohnungen auf ehemaligen Fabriksgeländen
entstanden. Mit dem Büro Delugan-Meissl und Helmut Wimmer haben
Top-Architekten die Planung des 'Meister-Werks' übernommen",
erklärt Wohnbaustadtrat Werner Faymann.
Ein "Meister-Werk" ist dieser Gebäudekomplex früher im wahrsten Sinne des Wortes gewesen: Der Fabrikant Josef Meister betrieb dort die bekannte IMCO Feuerzeugfabrik. Er hat für seine Arbeiter/innen viel getan. Es gab für sie ein Freibad, einen Sportplatz und einen Veranstaltungsraum auf dem Fabriksgelände. Meister ließ sich selbst zusammen mit seinen Arbeiterinnen und Arbeitern in einem erhalten gebliebenen großflächigen Gemälde vom seinerzeit bekannten Maler Unger darstellen. Als Erinnerung verbleibt neben diesem Bild nun auch so benannte Wohnhausanlage.
Insgesamt entstehen in zwei Bauteilen 59 geförderte Mietwohnungen, 3 Proberäume für Musik und eine Behinderten- Wohngemeinschaft. Das Gesamtkosten betragen 8,08 Millionen Euro, die Stadt Wien fördert die Errichtung mit 3,22 Millionen Euro. Die Höhe der Eigenmittel beträgt 425 Euro/m², die monatliche Belastung 5,98 Euro/m².****
Vier Stockwerke, Erdgeschoss und zwei bis drei Dachgeschosse umfasst die "Blockrandbebauung" im Block Seitenberggasse, Römergasse und Effingergasse. Es gibt insgesamt 59 Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern. Im Innenhof des Projekts befindet sich auf rd. 200 m² Grünfläche der Kleinkinderspielplatz, direkt neben einem eigenen Kinderspielraum. Für das Einstellen von Kinderwägen und Fahrrädern ist sowohl Ecke Seitenberggasse/Effingergasse, als auch in der Römergasse vorgesorgt.
Die Nachfrage nach den Wohnungen ist bereits jetzt sehr groß. Das Gesamtprojekt wird um den Jahreswechsel 2007/2008 fertig gestellt sein.
rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/