Carl Unger - Biografie
1915 |
Karl* Unger wird am 24. August in Wolframitzkirchen** bei Znaim (Mähren, k.k. Österreich) geboren. (** heute hat dieser Ort den Namen Olbramkostel, Tschechien) *) ab 1946 nennt er sich Carl Der Vater, Bmstr. Leopold Unger, ist Bauleiter bei der Baufirma Pittel+Brausewetter. |
1917 | Die Familie übersiedelt nach Tyrnau, Westslowakei |
1925 -1934 | Im Alter von zehn Jahren kommt er nach Wien. Besuch des Gymnasiums in der Albertgasse, wo er seinen lebenslangen Freund und späteren Komponisten Karl Schiske kennenlernte. Den Vorstellungen seines Vaters entsprechend, soll Karl Bauingenieur oder Architekt werden. |
1934 -1939 | Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien, zunächst 1934 (noch vor der Matura) Abendakt bei C. Martin, danach Besuch der Meisterklasse Herbert Boeckl (siehe Bild 3 Maler) Selbstbildnis1, Selbstbildnis2, Maria, Weißensee |
1943 | Heirat mit
Maria Boeckl (Tochter des Malers Herbert Boeckl) Kinder: Felix, Johanna, Clemens |
1945 | Läßt sich nach Kriegsende in Kärnten nieder. |
1947 | Beginn der Lehrtätigkeit an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, wird Gründungsmitglied des Art-Club in Wien und leitet diesen ab 1947. Er beteiligt sich weiters an diversen Ausstellungen. |
1949 | Wohnsitz in Purkersdorf bei Wien. Landschaftsbilder aus der Umgebung. |
1950 | Übernahme
der Leitung einer Klasse für das Studium der menschlichen Gestalt an der
Hochschule für angewandte Kunst. Beteiligung an der Biennale in Venedig. Bezug eines Ateliers in der Wiener Böcklinstraße 63. Österreichischer Staatspreis für Malerei. |
1951 | Deckengemälde für den Österreich-Pavillon (Arch. Oswald Haerdtl) auf der 9. Triennale in Mailand. Erste Serie der Attersee- Landschaften |
1951 -1970 | regelmäßige Sommeraufenthalte in Schönberg am Kamp. zahlreiche Landschaftsportraits im Kamptal und der Wachau. Aus diesen Motiven entstehen auch zahlreiche Ölbilder |
1952 | Besuch von Léger und Zadkine in Paris und in der Folge Teilnahme an internationalen Ausstellungen. |
1953 | Beteiligung an der II. Biennale in Sao Paulo |
1954 | Beteiligung an der Biennale in Venedig. |
1957 | Sommer in Sanary (Südfrankreich). |
1959 | Preis der Stadt Wien für Malerei. Entwürfe für die Decke des Neuen Festspielhauses in Salzburg sowie für Holzintarsien. |
1960 | Beteiligung
an der Ausstellung "Art from Austria" in London, schafft eine Holzintarsienwand für die 11. Triennale in Mailand, Studienreisen u.a. nach Belgien und Griechenland. |
1963 |
Von 1963 bis 1985 leitet er die Meisterklasse für Malerei, Grafik und Glasmalerei an der Hochschule für angewandte Kunst. Beendigung eines Altarmosaiks "Himmlisches Jerusalem" für eine von Architekt Clemens Holzmeister gebaute Kirche in Wien 10, Puchsbaumplatz |
1964 -1965 | Herstellung eines Gobelins mit dem Thema "Erinnerungen an Kreta". Webvorgang, gewebt von Prof. Josef Schulz |
1967 | Reise in den Orient über Ägypten, Kuwait, Irak, Syrien, Persien, Jordanien, Israel, Türkei und Griechenland. |
1968 | Zahlreiche Studienreisen und Ausstellungen im Ausland |
1969 | Mitglied der Secession |
1971 | Kommissar für den Österreich-Beitrag an der XI. Biennale in Sao Paulo. |
1971 -1975 | Rektor an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. In seiner Amtszeit wurden u.a. Arch. Johannes Spalt und Arch. Hans Hollein an die Hochschule berufen. |
1973 | in den folgenden Jahren entstehen im Sommeratelier in Schörfling am Attersee weitere Serien von Attersee - Landschaften. |
1978 | Retrospektive im Österreichischen Museum für angewandte Kunst in Wien. |
1982 | Einzelausstellung in der Albertina mit Zeichnungen und Aquarellen. |
1985 | Emeritierung, verbunden mit einer umfassenden Ausstellung seiner Meisterklasse für Malerei im Wiener Museum für angewandte Kunst, als Bilanz seiner Hochschultätigkeit. |
1986-1987 | Fertigstellung mehrerer Betonglasfenster in der Pfarre Maria Namen in Wien 16, Hasnerstr. 11 |
1987 | Verleihung der Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold. |
1988 | Filmdokumentation durch Wilhelm Gaube für das Museum des 20. Jahrhunderts in Wien über die einzelnen Abschnitte seiner Arbeit. |
1989 | Retrospektivausstellung mit Bildern von 1947 - 1988 im Grazer Künstlerhaus, veranstaltet von der Neuen Galerie am Joanneum |
1991 | Erkrankung seiner Frau Maria. |
1992 | Ausstellung von Ölbildern und Aquarellen in der Galerie Welz, Salzburg. |
1993 | Verleihung des Päpstlichen Silvester-Ordens. |
1995 | Verleihung
des großen Verdienstkreuzes der Republik Österreich, Ehrenmitglied der Universität für angewandte Kunst in Wien, Carl Unger stirbt am 21. Dezember in Wien |
2015 | 100Jahr Feier an der Angewandten, Fotos |